Wenn es in Kommunen zum Aufruhr kommt, wenn Menschen durch anstehende Veränderungen in ihrem Lebensumfeld verunsichert sind und radikale Parolen auf Gehör stoßen, hilft der Dialog. Das Kompetenzzentrum Krisen-Dialog-Zukunft (KDZ) steht für langjährige Erfahrung in der umsichtigen Vorbereitung und Umsetzung von Dialogformaten. Doch was passiert da genau? Was bewirken gut moderierte Bürgerforen bei den Menschen, die an ihnen teilnehmen? Was ist hinterher anders im Miteinander und was verändert sich für die Amtsträgerinnen und Amtsträger, die unangenehme Entscheidungen treffen und verantworten müssen?

Unterschiedliche Ansätze, gemeinsame Fragen

Die Aktion Zivilcourage e. V. beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahren systematisch mit der Wirkung ihrer Arbeit. Seit dem Beginn der Zusammenarbeit im Kooperationsverbund Demokratische Konfliktbearbeitung richtet das Team des KDZ den Wirkungs-Blick gezielt auf die Arbeit in politischen Konflikt- und Krisensituationen. In der Arbeitsgruppe Wirkung des Kooperationsverbundes möchten wir die gegenseitige Befruchtung von ganz unterschiedlichen Herangehensweisen an Konflikte möglich machen. Gemeinsam mit unseren Partnern stellen wir uns grundlegende Fragen: Was ist das Besondere am Arbeitsfeld Konfliktbearbeitung? Wie müssen Projekte und Maßnahmen ausgerichtet sein, um hier Wirkung entfalten zu können? Was sind die Voraussetzungen, um die Wirkung von Konfliktbearbeitung erfassen zu können? Und wo können auch kleinere Organisationen anfangen, um erste Schritte in Richtung Wirkungsorientierung zu gehen?

Orientierung und starke Zusammenarbeit

Erste Antworten und einen Raum zum Austausch bietet der Kooperationsverbund der erweiterten Fachcommunity in Online-Fachdiskussionen an. Anfang Juli ging es um den Einstieg in die Beschäftigung mit der Wirkung von Konfliktbearbeitung. Die gemeinsame Entwicklung eines Wirkungsgefüges wurde von einer Teilnehmerin als echter Meilenstein erlebt. Zugleich bliebe die Herausforderung bestehen, dieses Instrument dauerhaft und wirksam in den Arbeitsalltag zu integrieren. Deutlich wurde dabei, dass Wirkungsorientierung nicht nur Projekte verbessert, sondern die interne Reflexion und Zusammenarbeit in den Teams stärkt. Diskutiert wurden außerdem der Umgang mit nicht beabsichtigten Wirkungen, die Zuordnung von Veränderungen zu konkreten Maßnahmen sowie der oft erst langfristig sichtbare Wirkungseintritt. Alle waren sich einig: Die Auseinandersetzung mit Veränderung ist Teil des Prozesses der Konfliktbearbeitung.

Weiter geht es mit der gemeinsamen Beschäftigung in unserer nächsten Veranstaltung: Storytelling und Wirkungskommunikation – Wie erzählt man mitreißende Erfolgsgeschichten? Am 23.09. von 13 bis 14:30 Uhr, Anmeldung unter: https://eveeno.com/626213902