Am vergangenen Montag war die Aktion Zivilcourage e. V. im Rahmen des Projekts DemokratieFabrikZusammenhalt zu Gast bei Kerstin Körner, der Oberbürgermeisterin von Dippoldiswalde. Zu Beginn des Treffens gratulierten wir herzlich zur erfolgreichen Wiederwahl. Anschließend stand der fachliche Austausch über aktuelle Herausforderungen der kommunalen Arbeit im Mittelpunkt.
Ein Thema war der zurückliegende Wahlkampf, der für viele kommunale Verantwortungstragende eine besondere Belastung darstellte. Gemeinsam sprachen wir darüber, welche Erfahrungen aus dieser Zeit in den politischen Alltag hineinwirken und welche Unterstützung kommunale Verantwortungstragende benötigen.
Verändertes gesellschaftliches Klima sowie Regionalplanung im Fokus
Darüber hinaus tauschten wir uns über das gesellschaftliche Klima und zunehmende Bedrohungslagen gegenüber Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie weiteren kommunalen Verantwortungstragenden aus. Der respektvolle Umgang miteinander und die Stärkung demokratischer Diskussionskultur sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass kommunales Engagement langfristig attraktiv bleibt.
Ein weiteres Gesprächsthema war die Regionalplanung Wind und die damit verbundenen Diskussionen in der Region. Dabei ging es unter anderem um den gegenwärtig laufenden Prozess der Petition, die Kerstin Körner stellvertretend beim Bundestag einreichte. Weiterführend sprachen wir darüber, wie Kommunen mit unterschiedlichen Interessen, Erwartungen und Perspektiven konstruktiv umgehen können.
Genau hier setzt das Projekt DemokratieFabrikZusammenhalt an. Es unterstützt kommunale Verantwortungstragende mit Beratung, Moderation, Qualifizierung und Vernetzung. Ziel ist es, Dialogprozesse zu stärken, den Austausch zwischen den Beteiligten zu fördern und Kommunen dabei zu unterstützen, auch in herausfordernden Situationen handlungsfähig zu bleiben.
Wir bedanken uns herzlich für das offene und vertrauensvolle Gespräch sowie die wertvollen Einblicke in die kommunale Praxis. Der direkte Austausch mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern hilft uns, unsere Angebote noch gezielter an den tatsächlichen Bedarfen vor Ort auszurichten.
Zum Projekt:
Im Projekt DemokratieFabrikZusammenhalt unterstützen und beraten wir Verantwortungstragende aus Verwaltungen, Organisationseinheiten der inneren Sicherheit und Vereinen insbesondere in ländlichen oder strukturschwachen Räumen. Unterstützt wird durch bedarfsspezifische Beratungsangebote, Moderationen oder Weiterbildungsformate, wobei die Entwicklung von Resilienz als auch Wissensvermittlung in den Bereichen Extremismus, Vielfalt und Antidiskriminierung fokussiert wird. Gefördert wird dieses Projekt durch die Bundeszentrale für politische Bildung im Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ sowie dem Landespräventionsrat Sachsen.