Öffentliche Diskussionsveranstaltungen sollen unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen – und können manchmal auch Situationen entstehen lassen, in denen Moderation besonders gefragt ist. In einem praxisorientierten Workshop für Mitarbeitende der Körber-Stiftung vermittelten Phillip Koller und Markus Mehnert vom Kompetenzzentrum Krisen-Dialog-Zukunft in der vergangenen Woche deshalb Handlungssicherheit für die Planung und Moderation von Veranstaltungen mit Eskalationspotenzial.

Haltung und Rolle bewusst reflektieren

Zu Beginn stand die eigene Rolle als moderierende Person im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden reflektierten, welche Haltung eine gute Moderation braucht und wie sie auch in herausfordernden Situationen souverän, klar und wertschätzend bleiben können. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf konkreten Moderationstechniken: von der Anmoderation und der gemeinsamen Regelsetzung bis zum Umgang mit Störungen. Die Teilnehmenden konnten die Methoden direkt im Übungskontext anwenden, Situationen ausprobieren und gemeinsam auswerten. Dabei ging es nicht darum, für jede schwierige Situation eine fertige Lösung bereitzuhalten. Vielmehr stand die Frage im Mittelpunkt: Wie können Moderierende auch dann handlungsfähig bleiben, wenn eine Veranstaltung eine unerwartete Wendung nimmt?

Gute Vorbereitung schafft Sicherheit

Neben der Moderation selbst wurden wichtige Grundlagen der Veranstaltungsplanung vermittelt. Dazu gehörten die Planung geeigneter Formate, Fragen des Hausrechts, Sicherheitskonzepte und die Vorbereitung auf mögliche Eskalationssituationen. So verband das Training fachliches Wissen mit praktischer Übung – und stärkte die Teilnehmenden darin, öffentliche Veranstaltungen professionell, sicher und dialogorientiert zu gestalten. Denn demokratischer Austausch braucht Räume, in denen unterschiedliche Meinungen ihren Platz haben. Professionelle Moderation kann dazu beitragen, dass diese Räume auch dann offen und sicher bleiben, wenn sich die Gemüter erhitzen.